Wenn wir an diese drei Wochen in Kenia zurückdenken, spüren wir vor allem eines: tiefe Dankbarkeit. Dankbarkeit dafür, dieses Land, das uns seit Jahren begleitet, gemeinsam mit euch erleben zu dürfen. Kenia ist für uns nicht einfach ein Reiseziel – es ist ein Teil unseres Lebens, voller Geschichten, Menschen und Orte, die uns geprägt haben.
Unsere Reise begann in den sanften, grünen Hügeln der Tee- und Kaffeeplantagen. Ein perfekter Einstieg, um anzukommen, durchzuatmen und sich auf das Tempo Afrikas einzulassen. Die Weite, das satte Grün und das einfache Leben entlang der Strassen zeigen schon hier, wie vielfältig Kenia ist.
Am Lake Naivasha durften wir euch einen unserer Lieblingsorte zeigen. Mit dem Velo durch den Hell’s Gate National Park zu fahren, zwischen Zebras und Giraffen, ist jedes Mal aufs Neue ein Freiheitsgefühl. Die eindrückliche Schlucht mit ihren steilen Felswänden macht dem Namen alle Ehre. Auf der Bootsafari kamen wir den Hippos ganz nah, und auf Crescent Island erlebten wir eine Walk-Safari, die zeigt, wie friedlich Mensch und Tier hier koexistieren können.
Die Elsamere Lodge, direkt am Wasser gelegen, war für uns ein ganz besonderer Ort. Abends beim Essen oder nachts vom Bett aus Hippos zu hören – und tagsüber Zebras oder Giraffen zu sehen – erinnert uns immer wieder daran, wie privilegiert wir sind, das teilen zu dürfen.
Auf dem Weg nach Sandai legten wir einen wichtigen Stopp ein: bei Freunden, um Hilfsgüter für die Projekte von Tabitha abzuladen. Diese Momente sind uns besonders nah. Hinter die Kulissen zu blicken, Geschichten zu erzählen, die nicht in Reiseführern stehen, und das reale Leben zu zeigen, ist uns ein grosses Anliegen. Es war emotional – für uns und für euch.
Auf der Sandai Farm angekommen, wurde die Reise noch persönlicher. Mehrere Tage verbrachten wir gemeinsam im Kinderheim Kieni West, einem Ort, der Michaela seit Jahren begleitet. Mithelfen im Alltag, spielen, lachen, Kinder von der Schule abholen – und einfach da sein. Am ersten Tag kochten wir ein Festessen. Die Chapatis wurden immer mehr, und irgendwann wussten wir selbst nicht mehr, wo anfangen und aufhören. Aber genau das sind die Momente, die bleiben. Der Abschied von den Kindern war schwer – jedes Mal aufs Neue.
Ein Tag in Nyeri führte uns auf die Märkte und durch die Stadt. Wir lieben es, euch genau hier mitzunehmen: dorthin, wo das Leben pulsiert, wo es an jeder Ecke etwas zu entdecken gibt, das so anders ist als zu Hause.
Zurück in Nairobi teilten wir uns bewusst auf. Die Frauen besuchten Familien, die durch Michaela’s Projekt unterstützt werden, während wir Männer in einem lokalen Pub Billard spielten. Auch das ist Kenia: Begegnungen, Gespräche, Lachen – ganz unkompliziert.
Dann kam die Zeit der grossen Safari. In Amboseli bezogen wir unser wunderschönes Camp Oilepo Amboseli und machten uns in den folgenden Tagen auf, die Tierwelt zu entdecken. Staubig, warm, wild – und einfach wunderschön. Elefanten vor dem Kilimanjaro zu sehen, bleibt jedes Mal ein Gänsehautmoment.
Eine Nacht in der Elerai Conservancy schenkte uns pure Ruhe. Vom Pool, vom Camp und sogar von der Toilette aus Tiere am Wasserloch zu beobachten – mit dem Kilimanjaro im Hintergrund – ist schwer in Worte zu fassen.
In den Taita Hills erwartete uns die legendäre Salt Lick Lodge, unser liebevoll genanntes Stelzenhotel. Das Wasserloch vor dem Hotel war ständig belebt, wie ein Ameisenhaufen: Elefantenherden, Zebras, und zum Abschluss sogar Löwen bei der Jagd – direkt vom Hotel aus. Auch wenn sie keine Beute machten, war dieser Moment eindrücklich.
Zum Abschluss ging es an den Diani Beach. Zeit zum Loslassen, zum Entspannen, zum Verarbeiten all der Eindrücke. Das Meer, der weisse Sand und die Ruhe bildeten den perfekten Abschluss einer intensiven Reise.
Diese drei Wochen haben uns wieder einmal gezeigt, warum wir Kenia lieben – und warum wir es so gerne mit euch teilen. Wer mit uns reist, erlebt nicht nur Safaris und Landschaften, sondern echte Begegnungen, ehrliche Geschichten und ein Land, das berührt und verändert.
Kenia bleibt. Im Herzen. Immer.


